Facebook

Facebook Inc. ist ein US-amerikanisches Unternehmen, welches seinen Sitz in Menlo Park, Kalifornien hat. Um die Entstehung ranken sich viele Geschichten – im Mittelpunkt der Geschäftsidee steht jedoch zweifelsohne der Macher und das Gesicht von Facebook: Mark Zuckerberg. Als geistiger Vorreiter des heute weltweit populären Netzwerks „Facebook“ gilt die von Zuckerberg erstellte Plattform facemash.com. Nach dem Verfahren „Hot or Not“ bewerteten Studenten der Havard-University, die Zuckerberg selbst besuchte, das Aussehen von Kommilitoninnen. Schnell entstand jedoch die Idee der virtuellen Expansion. Zuckerberg weitete Verfügbarkeit und Nutzung der Internetseite von der Havard-University auf mehrere Universitäten und Hochschulen in den Vereinigten Staaten aus. Die Inauguration von „facebook.com“ sowie dessen Veröffentlichung und Kommerzialisierung gingen letztendlich im Jahr 2004 von statten. Proportional zu der Zunahme an Mitgliedern stieg auch die Lukrativität – 2009 vermeldete man einen Umsatz von etwa 800 Millionen Dollar bei hunderten Millionen an Usern. Das Erfolgsrezept von Facebook ist die globale Vernetzung und die Möglichkeit der weltweiten Kommunikation. Die stetig steigende Anzahl an neuen Mitgliedern und die hohe Aktivitätsrate der bestehenden Accounts ist ein Indiz hierfür. Zentrales Element des Geschäfts- und Finanzierungsmodells sind die Werbeeinnahmen. Die Nutzung ist kostenlos, die Integration von Werbebannern und E-Commerce – Angeboten bringt imposante Gewinne ein. Am 01.02.2012 stellte die Facebook Inc. Antrag auf Börsenzulassung und ging infolge dessen an die NASDAQ. Die anfänglich erzielten Einnahmen in Höhe von etwa 16 Milliarden US-Dollar stellten den größten und erfolgreichsten Börsengang eines Internetunternehmens dar. Nach dem zwischenzeitlichen Crash verdoppelten sich die Investitionen der Aktionäre, Facebook kristallisierte sich zunehmend als profitable Werbemaschine heraus. Im Jahr 2013 machten 88% der 1,81 Milliarden erwirtschafteten US-Dollar Werbeeinnahmen aus, größtenteils aus dem mobilen Werbemarkt. Für diesen weiterhin darbenden Sektor galt dies als kleines Wunder. Aufsehenerregend und spektakulär waren die Käufe des digitalen Fotodienstes „Instagram“ und des Instant-Messengers „Whats-App“. Mitte 2017 erreichte man die bahnbrechende Nutzerzahl von zwei Milliarden. Eine logische Konsequenz der epochalen und revolutionären Erfolgsgeschichte von Facebook war die Zusammenarbeit der Online-Plattform mit Großkonzernen, Unternehmen aber auch Kleinbetrieben, Sportvereinen und bekannten Persönlichkeiten. „Facebook ist nicht nur ein Geschäft – Mit Facebook lassen sich gut Geschäfte machen“, ließ Gründer Zuckerberg verlauten.

Einerseits wird Facebook als Form der Kundenbetreuung instrumentalisiert und soll sich an der Idee des Kundenservice orientieren. Direkte Interaktion mit Kunden, Investoren oder anderen Anhängern ist mittlerweile eine Trivialität und unverzichtbare Komponente einer erfolgreichen „Social- Media-Strategie“. Facebook eignet sich dabei aufgrund der technischen Reichweite hervorragend und bietet die Möglichkeit der direkten Kommunikation mit dem Kunden über Privatnachrichten. Unerfahrene Abnehmer oder Interessenten können an die sogenannte Pinnwand eines Unternehmens schreiben, um Fragen zu stellen oder beispielsweise Informationen über ein Produkt in Erfahrung bringen. Selbst kritische User können ein Multiplikator für den Erfolg sein und den Imagefaktor forcieren. Unternehmen haben die Chance, durch Reaktion auf Beiträge negative Kommentare einzudämmen und Aussagen richtig zu stellen. Besonders verbreitet ist die Methode des „Social Media Monitorings“ via Facebook, um kritische Themen frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Experten prognostizieren für die Zukunft eine noch engere Konnektivität zwischen Kunden und Unternehmen und betonen die Wichtigkeit der Koexistenz von Facebook und der Öffentlichkeitsarbeit, was sich auf diverse Ebenen übertragen lässt. Ob Fußballvereine, Sportler, Parteien oder Gewerkschaften: Facebook ist ein endloses Buch, in dem jeder sein Gesicht von der Sonnenseite präsentieren möchte.

Autor: Thomas Ubrich